Walter Gontermann

Schatten

Biographie

Zuletzt aktualisiert am: 14. Oktober 2014

Geboren in Solingen, erhielt nach dem Abitur seine Schauspiel-Ausbildung in München und Köln, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft, promovierte über Heinrich Mann. Seine Theaterengagements führten ihn über Schleswig, Bremerhaven, Essen, Düsseldorf, Bonn und Würzburg zurück nach Köln. Besonders gern gespielte Rollen waren „Vukhow“ (Barry Collins: Das Urteil), „Nr. 3“ (Reginald Rose: Die zwölf Geschworenen), „Vater Helge“ (Thomas Vinterberg: Das Fest) und natürlich „Mephisto“ (J.W. von Goethe: Faust).

Er wirkte mit in über 80 Film- und Fernsehproduktionen – Tatort, Schimanski, Mordgeschichten, aber auch Komödien, wie etwa Fußball ist unser Leben und Voll normal, spielte Mörder und Minister, Kommissare und Gärtner. In Die verlorenen Ehre der Katharina Blum spielte er den „Pater Urbanus“.
Gleichzeitig war er Deutschlandweit für den Rundfunk tätig – insbesondere für WDR, DLF und DW – im Hörspiel, Feature und Lesungen. Ab dem 50. Hörspiel hörte er zu zählen auf.

Am Contra-Kreis-Theater war er 1983 zu sehen in Allan Ayckbourns Treppauf – Treppab. Zu Möwe und Mozart kommt er sozusagen als „Spätheimkehrer“, rechtzeitig zu seinem 50jährigen Bühnenjubiläum. Aber mit Bonn und seinem Publikum verbinden ihn noch einige andere denkwürdige Veranstaltungen. So etwa Toleranz zeigt sich im Handeln im Audimax der Uni Bonn mit einer Lesung aus den Werken des Dalai Lama und Wladyslaw Bartoszewski in deren Beisein(1994). Oder die konzertante Welt-Uraufführung der Oper Karl V von Ernst Krenek (68 Jahre nach ihrer Entstehung 1932) zum Beethoven-Fest 2000, in der Rolle des „Moritz von Sachsen“. Oder die Lesung Ein Beethoven – Fest von Karel Capek-Chod zur Frühlingssonate im Rahmen des Beethoven-Festes 2009.

Nach dem düsteren, alters-depressiven „Werner“ in Wolke 9 (Adaption des Films von Andreas Dreesen, Köln 2011, nominiert zum Deutschen Theaterpreis „Faust“ 2012) nun also „Herbert“, der sich mit weiblicher Hilfe noch einmal befreit.
„Ich freu mich drauf.“

Walter Gontermann im Contra-Kreis-Theater


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