Marlene

„Sie war so viel mehr als ihre langen Beine, kein Fleisch ohne Geist wie die Idole nach ihr. Aus dem Dunkel, in das sie jetzt gegangen ist, leuchten ihre Träume.“ Wenn es um Marlene Dietrich ging, wurde selbst Heiner Müller rührselig. Den Mythos „Marlene“ nahm die englische Autorin Pam Gems zum Anlass für ihr neues Stück. Das Live-Erlebnis eines Dietrich- Konzerts hinterließ bei Pam Gems einen bleibenden Eindruck: Von ihrem Platz aus hatte sie die Dietrich in der „Gasse“ beobachten können, wie sie auf ihren Auftritt wartete – am ganzen Körper zitternd.

Einen Augenblick später hatte sie das Publikum souverän in der Hand. Pam Gems zeigt uns eine kühle, witzige, schlagfertige aber auch verletzliche und reizbare Dietrich vor ihrem Konzert in Paris, jene Dietrich, die – ganz Perfektionistin – ihren eigenen Erfolg und Glamour bis ins letzte Detail kalkuliert, ja organisiert. In ihrer Garderobe duldete sie vor dem Auftritt nur eine einzige Person: Vivian. Diese ist ihre einfühlsame Freundin und tatkräftige Garderobiere zugleich. Die Dietrich – selbstironisch und sentimental im selben Atemzug – lässt in losen Erinnerungsfetzen ihr Leben, ihre prominenten Liebhaber Revue passieren, bis es endlich soweit ist und sie die Bühne betreten soll. Das Konzert könnte beginnen …


Marlene

Über das Stück

Ein Stück mit Musik

10. Jun 200331. Jul 2003

Autor

Pam Gems

Bühnenbild

Pit Fischer

Musikalische Leitung

Stephan Ohm


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