Quartetto

Für sie alle war die Musik der Sinn ihres Lebens und ihre Stimmen das einzige Mittel, ihrer Seele Ausdruck zu verleihen: Sie waren Stars. Doch nun, da die Zeit ihrer größten Triumphe viele Jahrzehnte zurückliegt, sind sie gezwungen, ihr Leben mit anderen Inhalten zu füllen. Cecily, Reginald und Wilfred, ehemals berühmte Opernsänger, leben in einem Senioren-Hotel für Musiker. Reginald denkt viel über das Wesen der Kunst nach oder schreibt an seinen Memoiren, während Wilfred sich mehr für die körperlich-sexuellen Dinge interessiert – oder sagen wir: er spricht zumindest permanent darüber. Cecily hört gerne alte Aufnahmen an, auf denen sie zu hören ist, erwartet diverse Tantiemeneingänge.

Die Ankunft einer „Neuen“ sorgt für Aufregung, stellt sich doch heraus, dass es sich um Jean handelt, eine ehemals besonders berühmte Sopranistin. Sie war einmal mit Reginald verheiratet.

Es kommt Bewegung in den Mikrokosmos, als das zur jährlichen Ausrichtung der Geburtstagsgala zu Ehren von Giuseppe Verdi einberufene Komitee dem Wunsch Ausdruck verleiht, unsere vier Protagonisten mögen doch noch einmal das berühmte Quartett aus dem Rigoletto zusammen singen. Der Auftritt wird zu einem Triumph, auch wenn er sich ganz anders gestaltet, als man vermutet hätte…

Harwood zeichnet seine Figuren mit viel Witz und großer Zärtlichkeit – diese Künstler haben nichts von ihrem Charme verloren und zum Glück auch wenig von der liebenswürdigen Hysterie:

„Wir sind Künstler, und unsere Aufgabe ist das Leben zu feiern“.


Quartetto

Über das Stück

Komödie

21. Mär 200216. Mai 2002

Bühnenbild

Pit Fischer


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